Vom Reiz zum Aktionspotenzial
Das Rezeptorpotential und Aktionspotential sind entscheidend für die schnelle Reaktion deines Körpers auf Reize. Erkunde, wie verschiedene Rezeptortypen, wie Thermo-, Mechano-, Foto- und Chemorezeptoren, Umweltreize in elektrische Signale umwandeln. Interessiert? Erfahre mehr über die Reizweiterleitung in deinem Nervensystem!
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Grundlagen zum Thema Vom Reiz zum Aktionspotenzial
Vom Reiz zum Aktionspotenzial – Biologie
Stell dir vor, du stehst auf dem Volleyballfeld und eine Mitspielerin oder ein Mitspieler ruft dir zu: „Nimm den Ball an!“ Du würdest wahrscheinlich sofort versuchen, den Ball zu fangen. Doch warum kannst du überhaupt so schnell reagieren? Was in den wenigen Sekunden, die zwischen dem Satz „Nimm den Ball an!“ und deiner Reaktion vergehen, alles in deinem Nervensystem passiert und wie es von einem solchen Reiz zu einer Reaktion kommt, erklären wir dir im folgenden Text.
Weiterleitung von Reizen – Grundlagen
Reize aus der Umwelt müssen vom Körper in Aktionspotenziale umgewandelt werden, damit die Information im Gehirn verarbeitet und eine passende Reaktion eingeleitet werden kann. Eine passende Reaktion auf den Reiz des Zurufs wäre das schnelle Annehmen des Balls.
Reize nimmst du über (Sinnesorgane) auf. In den Sinnesorganen befinden sich Sinneszellen, die als Rezeptoren fungieren. Das bedeutet, dass sie Reize aus der Umwelt wahrnehmen, elektrische Signale erzeugen und auf diese Weise die Information aus der Umwelt an das zentrale Nervensystem weiterleiten.
Welche Sinneszellen und Rezeptortypen gibt es?
Je nach Art des Reizes gibt es unterschiedliche Sinneszellen – also unterschiedliche Rezeptortypen – in den Sinnesorganen. Der Reiz, der von seinem passenden Rezeptor registriert und weitergeleitet wird, heißt adäquater Reiz.
Es gibt vier unterschiedliche Sinneszell- bzw. Rezeptortypen: Thermorezeptoren, Mechanorezeptoren, Fotorezeptoren und Chemorezeptoren. Diese schauen wir uns in den folgenden Abschnitten genauer an.
Thermorezeptoren
Thermorezeptoren nehmen Temperaturunterschiede wahr. Thermorezeptoren in der Haut registrieren beispielsweise, ob die Außentemperatur warm oder kalt ist. Erkennen Kälterezeptoren niedrige Temperaturen, so kann zum Beispiel ein Muskelzittern ausgelöst werden, durch das der Körper Wärme erzeugt. Ist es draußen besonders warm, dann leitet das Gehirn durch die Wärmerezeptoren eine vermehrte Schweißproduktion ein. Durch den Schweiß kann sich die Haut schneller abkühlen.
Thermorezeptoren sitzen auch in den Schleimhäuten im Mund, in dem sie die Temperatur der aufgenommenen Nahrung oder Getränke wahrnehmen können. Selbst tief im Inneren deines Körpers gibt es Thermorezeptoren, die die Temperatur deines Bluts messen und somit dazu beitragen, dass die optimale Körpertemperatur von 37 °C aufrechterhalten wird.
Mechanorezeptoren
Mechanorezeptoren reagieren mit elektrischen Reizen auf Verformungen. Sie sitzen zum Beispiel in den Muskeln und tragen so zum reibungslosen Ablauf von Bewegungen bei. Auch in der Haut sind sie zu finden, wo sie essenziell für das Ertasten von Gegenständen sind oder Berührungen wahrnehmen. Spezielle Mechanorezeptoren im Ohr werden durch die Weiterleitung von Schallwellen verformt und registrieren auf diese Weise Töne und Geräusche.
Fotorezeptoren
Fotorezeptoren befinden sich in der Netzhaut des Auges. Sie nehmen Lichtreize wahr und tragen damit zur Erkennung von Kontrasten oder von Farben bei.
Chemorezeptoren
Chemorezeptoren nehmen Chemikalien wahr. Sie sind vor allem in den Schleimhäuten der Nase, des Mundes und des Magen-Darm-Trakts zu finden, wo sie Informationen über die Bestandteile der Nahrung an das Gehirn weiterleiten. Doch auch in Blutgefäßen und im Herzen kann man sie finden, wo sie den Sauerstoffgehalt des Bluts messen und so an der Regulation der Atmung beteiligt sind.
Doch wie kann ein Reiz nun in ein elektrisches Signal umgewandelt werden? Das wollen wir dir im nächsten Abschnitt genauer erklären.
Wie wird ein Reiz weitergeleitet?
Wenn ein Reiz eine Sinneszelle erreicht – also von einem Rezeptor detektiert wird –, dann öffnen sich in dieser Sinneszelle Ionenkanäle in der äußeren Zellmembran, durch die Ionen in das Zellinnere hineinströmen. Im Zellinneren befinden sich kleine Bläschen, sogenannte Vesikel, die mit Neurotransmittern gefüllt sind. Steigt durch den Ioneneinstrom die Ionenkonzentration in der Zelle an, verschmelzen die Vesikel in der Sinneszelle mit der äußeren Membran und die Neurotransmitter werden in den synaptischen Spalt freigegeben. Diese Neurotransmitter führen dann zu einer Depolarisation der synaptischen Membran einer angrenzenden Nervenzelle, was bedeutet, dass das Membranpotenzial gegenüber dem Ruhepotenzial zunimmt. Es handelt sich dabei um ein Rezeptorpotenzial. Ein Rezeptorpotenzial steigt und sinkt dabei mit der Stärke des eintreffenden Reizes.
Innerhalb der Nervenzelle wird dieses Potenzial an den Axonhügel weitergeleitet, an dem, durch das Alles-oder-nichts-Prinzip, ein Aktionspotenzial entstehen kann. Ein Aktionspotenzial ist ein durch Ionenflüsse verursachter Anstieg des negativen Ruhepotenzials zu einem positiven Membranpotenzial. Dieses Membranpotenzial führt zu einer Erregung der Nervenzelle, die über die Axone auf Folgezellen übertragen werden kann. Der Reiz wurde demnach in Erregung umgewandelt und wird durch das Axon an das Gehirn weitergeleitet.
Erinnerst du dich noch an das Beispiel zu Beginn des Textes? Was genau zwischen dem Zuruf beim Ballspielen und der Annahme des Balls in deinem Körper passiert, möchten wir dir nun am Beispiel der Reizweiterleitung im Ohr erklären.
Reizweiterleitung beim Hörvorgang – Beispiel Mechanorezeptoren
Wir wir bereits zuvor festgestellt haben, sind die Sinneszellen im Ohr Mechanorezeptoren. Sie heißen Haarzellen, da es sich bei ihnen um Zellen mit haarförmigen Fortsätzen handelt. Sie sitzen im Innenohr, wo ihre Fortsätze in die Flüssigkeit der Gehörschnecke reichen. Als Mechanorezeptoren reagieren die Haarzellen auf Verformung.
Ruft dir also jemand etwas zu, so entstehen Luftschwingungen, denn Rufe sind Schallwellen. Diese Schallwellen gelangen zunächst einmal in dein Außenohr, also über die Gehörmuschel durch den Gehörgang bis zum Trommelfell, das durch die Schallwellen in Schwingung versetzt wird. Diese Schwingungen werden im Mittelohr über die drei Gehörknöchelchen Hammer, Amboss und Steigbügel auf das ovale Fenster der Hörschnecke übertragen. Die Hörschnecke ist vollständig mit einer Flüssigkeit gefüllt. Durch die Schwingung des ovalen Fensters gerät auch die Flüssigkeit innerhalb der Schnecke ins Schwingen.
Wie du dich sicher erinnerst, sitzen die Fortsätze der Haarzellen in genau dieser Flüssigkeit der Gehörschnecke – durch die Schwingungen beginnen also auch die Haarzellen, sich zu biegen. Das aktiviert die Mechanorezeptoren in der äußeren Haarzellmembran und Ionenkanäle werden geöffnet.
Am unteren Ende sind die Haarzellen mit Synapsen einer Nervenzelle verbunden. Der Einstrom von Ionen führt nun also zu einer Depolarisation der synaptischen Membran – dem Rezeptorpotenzial. In der nachfolgenden Nervenzelle entstehen elektrische Impulse und bei Erreichen der Erregungsschwelle am Axonhügel entsteht ein Aktionspotenzial.
Über diese Erregung wird dann also die Information über den Zuruf in Form von Aktionspotenzialen an das Gehirn weitergeleitet, das die Information verarbeitet und die Reaktion der Annahme des Balls einleiten kann.
Vom Reiz zum Aktionspotenzial – Zusammenfassung
In diesem Text haben wir dir einfach erklärt, wie es vom Reiz zum Aktionspotenzial kommt. Du hast gelernt, dass Reize aus der Umwelt über Sinneszellen, sogenannte Rezeptoren, in den Sinnesorganen aufgenommen werden. Sie müssen in elektrische Erregungen umgewandelt werden, damit die Informationen über die Reize ans Gehirn weitergeleitet werden können. Du hast gelernt, dass die Sinneszellen mit Synapsen von Nervenzellen des zentralen Nervensystems verbunden sind. Sobald ein adäquater Reiz vom Rezeptor detektiert wird, wird ein Rezeptorpotenzial ausgelöst, das schließlich zu einem Aktionspotenzial in der Nervenzelle führen kann. Außerdem hast du den gesamten Vorgang der Reizweiterleitung anhand des Beispiels der Haarzellen – den Mechanorezeptoren im Ohr – kennengelernt.
Im Anschluss an das Video und den Text kannst du dein Wissen in interaktiven Übungen überprüfen.
Transkript Vom Reiz zum Aktionspotenzial
Schuss uuuund Bäääm, perfekt reagiert! Warum können wir Menschen eigentlich so schnell und zielführend reagieren? Hast du dich das auch schon mal gefragt? Wenn ja oder falls du es zumindest jetzt tust, biste hier genau richtig. Wir behandeln das Thema “Vom Reiz zum Aktionspotenzial”. Also, nochmal zum Beispiel von eben. Die Geräusche des Anpfiffs und des Schusses sowie die Bilder des näherkommenden Balles sind Reize aus unserer Umgebung, auf die wir reagieren. Die Zeit zwischen Reiz und Reaktion ist dabei oft unglaublich kurz. Da fragt man sich doch, wie so ein Reiz im Körper verarbeitet wird und was dabei so alles im Nervensystem passiert, oder? Nun ja, grundsätzlich werden Reize in unserem Körper in elektrische Signale, also "Aktionspotenziale" umgewandelt, damit die Informationen zum Gehirn gelangen, dort verarbeitet und eine passende Reaktion eingeleitet werden kann. Wie genau das mit der Überführung eines Reizes in ein Aktionspotenzial funktioniert, schauen wir uns gleich an. Zuerst ein paar Hintergrundinformationen. Reize aus der Umwelt nimmst du über deine Sinnesorgane – zum Beispiel Auge und Ohr wahr. Unsere Sinnesorgane enthalten verschiedene Typen von Sinneszellen, die als Rezeptoren fungieren, also Reize aus der Umwelt aufnehmen und in elektrische Signale umwandeln. Diese Signale werden dann an das zentrale Nervensystem, dazu gehören alle Nerven und Nervenbahnen im Gehirn und Rückenmark, weitergeleitet. Schauen wir uns kurz ein paar Beispiele für Typen von Sinneszellen und Rezeptoren an, die der Mensch besitzt. Grundsätzlich gibt es für verschiedene Reize ganz unterschiedliche Sinneszellen und Rezeptortypen. Der Reiz, der von einem bestimmten Rezeptortyp registriert und verarbeitet werden kann, heißt ADÄQUATER Reiz. Her mit ein paar Beispielen, dann wird die Sache klarer. Thermorezeptoren nehmen Temperaturunterschiede wahr. Die dazugehörigen Kälterezeptoren in der Haut beispielsweise reagieren auf niedrige Temperaturen, sodass mit Muskelzittern oder Ähnlichem reagiert werden kann. Wärmerezeptoren registrieren dagegen hohe Temperaturen, was dem Körper eine entsprechende Reaktion ermöglicht (zum Beispiel Schwitzen). Mechanorezeptoren reagieren mit elektrischen Signalen auf Verformung. Sie befinden sich ebenfalls in der Haut und sind wichtig für das Ertasten von Gegenständen oder Oberflächen. Auch in den Muskeln sitzen Mechanorezeptoren. Dort sind sie für unsere Körperhaltung und Bewegungen von Bedeutung. Fotorezeptoren nehmen Lichtreize wahr. Sie sitzen in der Netzhaut des Auges und ermöglichen uns das Sehen. Chemorezeptoren reagieren auf chemische Substanzen. Sie befinden sich zum Beispiel in den Schleimhäuten von Mund und Nase, aber auch im Magen-Darm-Trakt, wo sie Informationen über die Bestandteile unserer Nahrung an das Gehirn weiterleiten. Scheinen ziemlich wichtig, all diese Rezeptortypen. Wie kann ein Reiz eigentlich in ein elektrisches Signal umgewandelt werden? Eine Sinneszelle ist ein Rezeptor für einen bestimmten Reiz. Sie ist über Synapsen mit Nervenzellen des zentralen Nervensystems verbunden. Wenn nun ein adäquater Reiz von einem Rezeptor detektiert wird, erfolgt die Öffnung von Ionenkanälen in der Zellmembran der Sinneszelle, woraufhin Ionen in das Zellinnere einströmen. Durch den Ioneneinstrom verschmelzen dann Vesikel mit Neurotransmittern mit der Zellmembran, wodurch diese in den synaptischen Spalt abgegeben werden. Es kommt zu einer Depolarisation der synaptischen Membran der angrenzenden Nervenzelle. Das Membranpotenzial nimmt gegenüber dem Ruhepotenzial also zu – man spricht hierbei von einem Rezeptorpotenzial. Es steigt und sinkt mit der Stärke des eintreffenden Reizes. Achtung, das Rezeptorpotenzial ist noch kein Aktionspotenzial! Das Rezeptorpotenzial wird elektrisch bis zum Axonhügel der Nervenzelle weitergeleitet. Erst dort kann ein Aktionspotenzial entstehen. KANN? Ja, ein Aktionspotenzial entsteht grundsätzlich nach dem sogenannten ALLES-ODER-NICHTS-PRINZIP. Nur wenn eine bestimmte Reizschwelle überschritten wird, wird demnach ein Aktionspotenzial ausgelöst. Wird der Reiz also entsprechend in Erregung überführt, wird diese über die Axone der Nervenzellen auf Folgezellen übertragen und zum Gehirn weitergeleitet, um dort wiederum ausgewertet zu werden. Schauen wir uns einmal ein konkretes Beispiel an. Nehmen wir doch einfach nochmal das vom Anfang. In unserem Innenohr sitzen zahlreiche kleine Haarzellen. Haarzellen sind Mechanorezeptoren, wie du bereits weißt, reagieren sie auf Verformung. Ihre haarförmigen Fortsätze reichen in die Flüssigkeit der Gehörschnecke. Ertönt nun ein Geräusch, wie in unserem Beispiel vom Anfang – ein Pfiff oder ein Schuss, gerät die Luft durch dieses Geräusch beziehungsweise den Schall in Schwingungen. Diese Luftschwingungen, die wir auch als Schallwellen bezeichnen, gelangen über die Ohrmuschel und den äußeren Gehörgang zum Trommelfell. Es wird durch die Schallwellen ebenfalls in Schwingungen versetzt. Hammer, Amboss und Steigbügel übertragen diese Schwingungen auf das ovale Fenster der Gehörschnecke. Die Flüssigkeit in der Gehörschnecke gerät dadurch ebenfalls ins Schwingen. Ahaaaa und in dieser nun schwingenden Flüssigkeit sitzen doch die Fortsätze der Haarsinneszellen. Sie verformen sich, woraufhin sich die Ionenkanäle der Membranen öffnen. Am unteren Ende ist die Haarzelle über eine Synapse mit einer Nervenzelle verbunden. Es kommt zur Depolarisation der postsynaptischen Membran – dem Rezeptorpotenzial. In der nachfolgenden Nervenzelle entstehen elektrische Impulse und bei ausreichender Stärke der Impulse entsteht am Axonhügel ein Aktionspotenzial. Die Info über Pfiff und Schuss wird nun in Form von Aktionspotenzialen an das Gehirn gesendet. Die Information wird bewertet und die Reaktionen "Ball fokussieren" und "Ball annehmen" werden ausgelöst. So und nun heißt es: "Noch einmal fokussieren und die Zusammenfassung genießen!". Mal schauen, wie du reagierst. Reize aus unserer Umwelt werden über Sinneszellen beziehungsweise Rezeptoren in unseren Sinnesorganen wahrgenommen. Es gibt verschiedene Rezeptortypen, die auf jeweils unterschiedliche, für sie adäquate Reize reagieren. Die Reize werden in elektrische Erregung überführt, damit die Informationen ins Gehirn gelangen können. Das funktioniert, weil die Sinneszellen über Synapsen mit Nervenzellen des zentralen Nervensystems verbunden sind. Geht ein adäquater Reiz ein, kommt es zunächst zum Rezeptorpotenzial. Ab einer bestimmten Erregungsschwelle entsteht ein Aktionspotenzial am Axonhügel und der Reiz wird weitergeleitet. Ja, wir sind auch immer noch völlig begeistert!
Vom Reiz zum Aktionspotenzial Übung
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Gib an, wobei es sich um Sinneszellen handelt.
TippsHier siehst du unsere Sinnesorgane, die spezialisierte Zellen besitzen, die Sinneszellen, die die Reize aus der Umwelt aufnehmen.
Sinneszellen werden auch Sinnesrezeptoren genannt.
Typische Reize aus der Umwelt, die unsere Sinneszellen aufnehmen, sind Licht, Schall, Duft- und Geschmacksstoffe, Temperatur oder Druck.
Eine Antwort ist falsch.
LösungUnsere Sinnesorgane enthalten verschiedene Typen von Sinneszellen. Diese fungieren als Rezeptoren: Sie nehmen Reize aus der Umwelt auf und wandeln sie in elektrische Signale um. Die Signale werden über Nervenfasern des peripheren Nervensystems an das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) weitergeleitet, wo sie verarbeitet werden.
Sinneszellen bzw. Rezeptortypen, die der Mensch besitzt, sind beispielsweise zuständig für die Wahrnehmung von ...- ... Temperatur: Thermorezeptoren,
- ... Druck- oder Schallwellen: Mechanorezeptoren,
- ... Licht: Fotorezeptoren oder
- ... Duft- und Geschmacksstoffen: Chemorezeptoren.
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Benenne den Ablauf vom Reiz zur Reaktion.
TippsEin Geräusch, beispielsweise der Anpfiff eines Fußballspiels, ist ein adäquater Reiz für Sinneszellen im Ohr (Mechanorezeptoren).
Reize werden von den Sinneszellen in elektrische Erregung überführt.
Im Gehirn werden die elektrischen Signale verarbeitet, bevor sie zu einer entsprechenden Reaktion führen.
LösungReize aus unserer Umwelt, zum Beispiel Schallwellen (Anpfiff beim Fußball) oder Lichtwellen (ein heranfliegender Ball), werden von speziellen Sinneszellen aufgenommen.
Jede Sinneszelle reagiert nur auf einen bestimmten Reiztyp – dieser wird adäquater Reiz genannt.
Die Sinneszellen wandeln den Reiz in elektrische Signale um. Diese Signale werden über Nervenbahnen an das Gehirn weitergeleitet, dort verarbeitet und lösen schließlich eine passende Reaktion aus. -
Beschreibe die Umwandlung eines Reizes in ein elektrisches Signal.
TippsHier siehst du eine Sinneszelle oder Rezeptorzelle, die über eine Synapse mit der angrenzenden Nervenzelle verbunden ist.
Hier siehst du, wie ein adäquater Reiz zur Depolarisation der Membran der angrenzenden Nervenzelle führt.
Am Rezeptor erfolgt ein Ioneneinstrom in die Zelle, woraufhin Vesikel mit Neurotransmittern mit der Zellmembran verschmelzen und die Neurotransmitter in den synaptischen Spalt abgegeben werden.Durch die Bindung der Neurotransmitter an Rezeptoren in der postsynaptischen Membran wird ein Rezeptorpotenzial ausgelöst, das je nach Stärke des eintreffenden Signals steigt oder sinkt.
LösungEine Sinneszelle ist ein Rezeptor für einen bestimmten Reiz. Bestimmte Sinneszellen sind über eine Synapse mit einer Nervenzelle des zentralen Nervensystems (ZNS) verbunden.
Wenn ein adäquater Reiz von einem Rezeptor detektiert wird, erfolgt zunächst ein Ioneneinstrom in die Zelle, woraufhin Vesikel mit Neurotransmittern mit der Zellmembran verschmelzen und die Neurotransmitter in den synaptischen Spalt abgegeben werden. Daraufhin kommt es zu einer Depolarisation der postsynaptischen Membran der angrenzenden Nervenzelle.
Man spricht hierbei von einem Rezeptorpotenzial. Es steigt und sinkt analog der Stärke des eintreffenden Reizes und wird elektrisch bis zum Axonhügel der Nervenzelle weitergeleitet.
Erst wenn eine bestimmte Reizschwelle überschritten wird, wird ein Aktionspotenzial ausgelöst. Es entsteht grundsätzlich nach dem sogenannten Alles-oder-nichts-Prinzip. -
Erläutere die Umwandlung eines Reizes in ein elektrisches Signal am Beispiel einer Haarsinneszelle im Innenohr.
TippsHier siehst du die Haarsinneszellen (Mechanorezeptoren) in der Gehörschnecke des Innenohrs.
Die in der Gehörschnecke enthaltene Flüssigkeit wird durch einen äußeren Reiz in Schwingung versetzt, woraufhin sich die Haarsinneszellen verformen.Ligandenabhängig (Bindung der Neurotransmitter) entsteht das Rezeptorpotenzial an der postsynaptischen Membran.
Die elektrische Erregung in der Nervenzelle setzt sich bis zum Axonhügel fort.
Am Axonhügel kommt es zur Verrechnung der eingehenden elektrischen Signale.
Ab einem bestimmten Schwellenwert kommt es zur Ausbildung eines Aktionspotenzials und der Reiz wird zum Gehirn weitergeleitet.
LösungIn unserem Innenohr sitzen zahlreiche kleine Haarzellen. Diese Mechanorezeptoren besitzen haarförmige Fortsätze, die in die Flüssigkeit der Gehörschnecke hineinragen. Ein Geräusch – zum Beispiel ein Pfiff oder Schuss beim Fußball – versetzt die Luft in Schwingungen. Diese Schallwellen gelangen über Ohrmuschel und Gehörgang zum Trommelfell und bringen es zum Schwingen. Hammer, Amboss und Steigbügel übertragen die Schwingungen auf das ovale Fenster der Gehörschnecke. Dadurch gerät die Flüssigkeit der Gehörschnecke ebenfalls in Schwingung.
Die Fortsätze der Haarzellen werden dadurch verbogen. In der Haarzelle öffnen sich Ionenkanäle und es entsteht ein Rezeptorpotenzial. Am unteren Ende gibt die Haarzelle Signale über eine Synapse an eine Nervenzelle weiter. Wenn die Reizung stark genug ist, löst die Nervenzelle am Axonhügel ein Aktionspotenzial aus.
So werden Informationen über den Pfiff oder Schuss als elektrische Impulse ans Gehirn geleitet, dort verarbeitet und schließlich mit einer passenden Reaktion beantwortet. -
Bestimme die adäquaten Reize für die verschiedenen Rezeptoren.
TippsFotorezeptoren sind Stäbchen und Zapfen in der Netzhaut (Retina) des menschlichen Auges.
Sie ermöglichen die Wahrnehmung von Helligkeit und Farben.Thermorezeptoren sind Kälte- und Wärmerezeptoren in der Haut.
Sie helfen dem Körper, auf Kälte oder Wärme zu reagieren.Mechanorezeptoren sind beispielsweise die Haarzellen im menschlichen Innenohr.
Sie reagieren auf mechanische Reize durch Verformungen.Chemorezeptoren findest du beispielsweise in den Schleimhäuten von Mund und Nase, aber auch im Magen-Darm-Trakt.
Sie helfen dir, Informationen über die Bestandteile unserer Nahrung wahrzunehmen.LösungDer Mensch besitzt verschiedene Rezeptortypen, die jeweils auf einen bestimmten Reiz spezialisiert sind. Dieser Reiz wird als adäquater Reiz bezeichnet.
Hier findest du einige Beispiele unterschiedlicher Rezeptortypen und ihre jeweiligen adäquaten Reize:
- Thermorezeptoren registrieren Temperaturunterschiede. Kälterezeptoren reagieren auf niedrige, Wärmerezeptoren auf hohe Temperaturen. Die Informationen können Reaktionen wie Muskelzittern oder Schwitzen auslösen.
- Mechanorezeptoren reagieren mit elektrischen Signalen auf Druck und Verformung. In der Haut ermöglichen sie uns das Ertasten von Gegenständen, in Muskeln helfen sie bei Körperhaltung und Bewegung. Im Innenohr reagieren spezialisierte Haarzellen auf Schallwellen, sodass wir hören können.
- Fotorezeptoren nehmen Lichtreize wahr. Sie sitzen in der Netzhaut des Auges und ermöglichen uns das Sehen.
- Chemorezeptoren reagieren auf chemische Substanzen wie beispielsweise Geschmacks- und Duftstoffe. Sie befinden sich in den Schleimhäuten von Mund und Nase, aber auch im Magen-Darm-Trakt, wo sie Informationen über die Bestandteile unserer Nahrung an das Gehirn weiterleiten.
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Vergleiche Rezeptor- und Aktionspotenzial.
TippsJedem Begriff werden drei Aussagen zugeordnet.
LösungRezeptorpotenziale und Aktionspotenziale haben unterschiedliche Eigenschaften und Funktionen:
- Ein Rezeptorpotenzial ...
-> ... dient der Umwandlung des Reizes in ein elektrisches Signal.
- Ein Aktionspotenzial ...
-> ... folgt dem Alles-oder-nichts-Prinzip.
-> ... dient der Weiterleitung der Erregung im Nervensystem.
Vom Reiz zum Aktionspotenzial
Aktionspotenzial – Grundlage der Informationsweiterleitung
Ruhepotenzial – Bedeutung und Aufrechterhaltung
Bioelektrizität in Zellen – Entstehung und Bedeutung
Nervensystem – Codierung von Informationen
Reizrezeptoren – Grundlage der Sinneswahrnehmung
Erregungsleitung innerhalb der Nervenzelle
Nervenzelle – Leitungsgeschwindigkeit
Synapse – Aufbau und Funktion
Synapse – hemmende und erregende Synapsen
Farbsehen – Reizverarbeitung in der Netzhaut
Kontrastsehen – vom rezeptiven Feld zur optischen Täuschung
Membranpotential
Rezeptorpotential
9.741
sofaheld-Level
6.600
vorgefertigte
Vokabeln
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